Warum ein Welpe mit Papieren ?
Öfters höre ich "Papiere kann man nicht streicheln" oder "für was brauch mein Hund sowas". Sicherlich, ein Welpe "ohne Papiere" ist genauso viel "Wert" wie einer mit Papieren, ist genauso liebenswürdig. Der Unterschied besteht darin, dass man bei einem Welpen "mit Papiere" die Ahnen zurückverfolgen kann; man bekommt von vornherein eine Vorstellung über die späteren Eigenschaften und das Aussehen. Auch über die Gesundheit kann man viel erfahren. Papiere geben auch dem zukünftigen Welpenbesitzer einige Sicherheiten:
- bei den Welpen ist die Gefahr, dass sie an erbliche Krankheiten erkranken sehr gering, da sämtliche Vorfahren auf diese Krankheiten untersucht wurden und nur die gesunden Tiere in der Zucht verwendet werden dürfen
- die Muttertiere können nicht als Wurfmaschinen "missbraucht" werden, da strenge Vorschriften über Wurfanzahl, Alter usw. bestehen
Warum kosten sie "mit Papieren" mehr als "ohne" ?
Keineswegs geht es dem einem seriösen Zuchtverband angehörigem Züchter um Profit. In erster Linie geht es um den Erhalt und Verbesserung einer Hunderasse. Dies ist natürlich mit mehr Kosten verbunden, als wenn der "Bauer aus dem Ort" den Nachbarsrüden "mal drauf" lässt. Ein seriöser Züchter versucht, zumindest die entstehenden Unkosten abzudecken, wie:
- Untersuchung der Hündin auf Erbkrankheiten
- Zuchttauglichkeitsprüfung der Hündin (Wesen, Körperbau, etc.)
- Deckgebühr und Fahrtkosten, denn der "ideale" Rüde ist nicht immer direkt vor der Haustür
- Entwurmungen, Impfungen und Gesundheitskontrollen der Welpen
- Besuch von Ausstellungen, um den Hund durch neutrale Personen kontrollieren und beurteilen zu lassen.